Aushilfen für kleine Unternehmen: Flexibel Personal finden

Du brauchst kurzfristig Unterstützung, aber keine Vollzeitkraft? Aushilfen für kleine Unternehmen sind die ideale Lösung, wenn du flexibel auf Auftragsspitzen reagieren willst. Ob für Inventur, Messeaufbau, Saisongeschäft oder Krankheitsvertretung – mit der richtigen Strategie findest du schnell passende Helfer. In diesem Guide zeigen wir dir, wie du als kleines Unternehmen zuverlässige Aushilfen findest und worauf du dabei achten musst.

Warum Aushilfen für kleine Unternehmen so wichtig sind

Kleine Unternehmen haben selten konstanten Personalbedarf. Mal ist viel zu tun, mal weniger. Genau deshalb sind Aushilfen für kleine Unternehmen so wertvoll.

Die Vorteile von Aushilfen

Flexibilität – Du buchst Hilfe nur dann, wenn du sie tatsächlich brauchst. Dadurch entstehen keine laufenden Personalkosten in ruhigen Zeiten.

Kosteneffizienz – Geringfügige Beschäftigung oder kurzfristige Einsätze kosten deutlich weniger als eine Festanstellung.

Schnelle Verfügbarkeit – Viele Aushilfen sind kurzfristig einsetzbar, häufig schon innerhalb weniger Tage.

Testmöglichkeit – Du lernst potenzielle Mitarbeiter kennen, bevor du sie fest einstellst. Das minimiert folglich das Risiko.

Entlastung – Selbst wenige Stunden Unterstützung pro Woche können enorm viel bewirken.

Typische Einsatzbereiche

Aushilfen für kleine Unternehmen werden besonders häufig gesucht für:

  • Saisonale Spitzen – Weihnachtsgeschäft, Sommersaison, Erntezeit
  • Events und Messen – Auf- und Abbau, Betreuung, Catering
  • Inventur – Jährliche Bestandsaufnahme
  • Krankheitsvertretung – Kurzfristige Ausfälle überbrücken
  • Projektarbeit – Zeitlich begrenzte Aufgaben
  • Büroarbeiten – Ablage, Dateneingabe, Telefondienst
  • Lieferungen – Auslieferung, Botengänge, Fahrerdienste

Welche Beschäftigungsformen gibt es für Aushilfen?

Bevor du Aushilfen für kleine Unternehmen suchst, solltest du die verschiedenen Möglichkeiten kennen.

Geringfügige Beschäftigung

Die klassische Form für regelmäßige Aushilfen. Das monatliche Entgelt darf dabei €551,10 (Stand 2026) nicht überschreiten.

Vorteile: Geringe Lohnnebenkosten, einfache Abwicklung, gut planbar Nachteile: Entgeltgrenze, Anmeldepflicht bei ÖGK

Mehr Details findest du in unserem Artikel Geringfügig Beschäftigte einstellen.

Befristete Teilzeit

Für Aushilfen, die mehr als €551,10 verdienen sollen, jedoch nur für einen bestimmten Zeitraum.

Vorteile: Flexibler bei den Stunden, klares Ende definiert Nachteile: Volle Sozialversicherungspflicht, mehr Verwaltungsaufwand

Werkvertrag

Für klar abgegrenzte Projekte mit definiertem Ergebnis. Die Person arbeitet dabei selbständig und nicht weisungsgebunden.

Vorteile: Keine Arbeitgeberpflichten, einfache Abrechnung Nachteile: Kein Weisungsrecht, Scheinselbständigkeit unbedingt vermeiden

Personalleasing

Du „leihst“ dir Personal von einem Personaldienstleister. Der Verleiher kümmert sich demnach um alle Formalitäten.

Vorteile: Sofort verfügbar, kein Verwaltungsaufwand für dich Nachteile: Teurer als direkte Anstellung, weniger persönliche Bindung

Übersicht der Beschäftigungsformen

FormMax. EntgeltSV-PflichtVerwaltungKosten
Geringfügig€551,10/MonatNur UVGeringNiedrig
Befristet TeilzeitKeine GrenzeVollMittelMittel
WerkvertragKeine GrenzeKeineMinimalVariabel
PersonalleasingKeine GrenzeBeim VerleiherMinimalHoch

Wo findest du Aushilfen für kleine Unternehmen?

Die Suche nach passenden Aushilfen ist oft die größte Herausforderung. Hier sind die besten Kanäle.

Lokali – Aushilfen aus deiner Region

Auf Lokali findest du Menschen in deiner Nähe, die flexible Arbeit suchen. Viele Nutzer sind gezielt auf der Suche nach Aushilfsjobs und kurzfristigen Einsätzen.

So funktioniert es:

  • Erstelle eine Stellenanzeige mit deinen Anforderungen
  • Beschreibe die Tätigkeit, Arbeitszeiten und Bezahlung
  • Erhalte Bewerbungen von Interessenten in deiner Region

Mit dem Business-Abo (€69.99/Monat) bekommst du monatlich eine Gratis-Stellenanzeige, ein professionelles Firmenprofil, ein Business-Dashboard zur Bewerberverwaltung sowie Teamzugang für mehrere Mitarbeiter.

Gerade für Unternehmen, die regelmäßig Aushilfen brauchen, lohnt sich das Abo schnell.

AMS eJob-Room

Der kostenlose Jobportal des AMS erreicht viele Arbeitssuchende. Besonders für längerfristige Aushilfstätigkeiten geeignet.

Mundpropaganda

Frag deine Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner. Oft kennt jemand einen Studenten, Pensionisten oder jemanden in Karenz, der ein paar Stunden arbeiten möchte.

Schulen und Universitäten

Viele Schulen und Unis haben schwarze Bretter oder Jobportale. Ferialarbeiter und Werkstudenten sind oft sehr motiviert.

Soziale Medien

Lokale Facebook-Gruppen, Instagram oder sogar TikTok können funktionieren – je nach Zielgruppe.

Die richtige Stellenanzeige für Aushilfen

Damit sich die richtigen Leute melden, brauchst du eine klare Stellenanzeige.

Was in die Anzeige gehört

Tätigkeit beschreiben – Was genau soll die Person tun? Konkret sein.

Arbeitszeiten angeben – Wann wird gearbeitet? Feste Tage oder flexibel nach Absprache?

Dauer nennen – Einmalig, regelmäßig, befristet? Wie lange?

Bezahlung transparent machen – Stundenlohn oder Pauschale? Mindestens KV-Lohn.

Anforderungen realistisch halten – Welche Fähigkeiten sind wirklich nötig?

Bewerbungsweg erklären – Wie sollen sich Interessenten melden?

Beispiel einer guten Anzeige

Aushilfe für Lagerarbeiten (m/w/d) – Flexibel, Wien 21

Wir sind ein kleiner Online-Händler und suchen Unterstützung im Lager.

Deine Aufgaben:

  • Waren verpacken und versandfertig machen
  • Bestellungen kommissionieren
  • Lager ordentlich halten

Was wir bieten:

  • €14/Stunde auf geringfügiger Basis
  • Flexible Zeiteinteilung (Mo-Fr, 8-18 Uhr)
  • Ca. 8-12 Stunden pro Woche
  • Nettes kleines Team

Was du mitbringst:

  • Zuverlässigkeit und körperliche Fitness
  • Selbständige Arbeitsweise

Interesse? Kurze Nachricht an jobs@beispiel.at oder direkt hier auf Lokali.


Mehr Tipps findest du in unserem Artikel Die perfekte Stellenanzeige schreiben.

Aushilfen für kleine Unternehmen richtig einarbeiten

Auch Aushilfen brauchen eine Einarbeitung – allerdings muss sie effizient sein.

Vorbereitung ist alles

Bevor die Aushilfe kommt, solltest du folgende Dinge klären:

Arbeitsplatz vorbereiten – Ist alles bereit, was gebraucht wird?

Aufgaben definieren – Was genau soll erledigt werden?

Ansprechpartner festlegen – Wer beantwortet Fragen?

Zugänge einrichten – Schlüssel, Codes, Logins vorhanden?

Kurze, klare Einweisung

Aushilfen haben keine Zeit für tagelange Schulungen. Erkläre deshalb das Wichtigste in 15-30 Minuten, zeige die Abläufe einmal vor, stelle Checklisten für wiederkehrende Aufgaben bereit und sei außerdem für Rückfragen verfügbar.

Feedback geben

Auch kurzfristige Aushilfen schätzen Feedback. Ein kurzes „Das hast du gut gemacht“ motiviert nämlich und verbessert die Zusammenarbeit nachhaltig.

Rechtliche Basics für Aushilfen

Auch bei kurzfristigen Einsätzen gelten rechtliche Regeln.

Anmeldung nicht vergessen

Jede Aushilfe muss vor Arbeitsbeginn bei der ÖGK angemeldet werden – auch bei nur einem Tag Einsatz. Verspätete Anmeldung kann nämlich Strafen bis €2.180 kosten.

Arbeitsvertrag oder Dienstzettel

Auch für Aushilfen brauchst du eine schriftliche Vereinbarung. Bei sehr kurzen Einsätzen reicht ein einfacher Dienstzettel.

Kollektivvertrag beachten

Der KV gilt auch für Aushilfen. Das betrifft Mindestlohn, Zulagen und Sonderzahlungen (anteilig).

Unfallversicherung

Aushilfen sind über die AUVA unfallversichert. Das ist automatisch mit der Anmeldung geregelt.

Was kosten Aushilfen für kleine Unternehmen?

Die Kosten hängen von der Beschäftigungsform und dem Stundenlohn ab.

Rechenbeispiel: Geringfügige Aushilfe

Eine Aushilfe arbeitet 10 Stunden/Woche zu €14/Stunde:

  • Bruttolohn: 10h × €14 × 4,33 = €606,20/Monat

Das überschreitet die Geringfügigkeitsgrenze (€551,10)! Also entweder Stunden reduzieren oder als Teilzeit anstellen.

Bei 8 Stunden/Woche zu €14/Stunde:

  • Bruttolohn: 8h × €14 × 4,33 = €484,96/Monat

Plus Arbeitgeberkosten:

  • UV (1,1%): €5,33
  • MVK (1,53%): €7,42
  • Gesamtkosten: ca. €498/Monat

Rechenbeispiel: Befristete Teilzeit

Dieselbe Aushilfe als befristete Teilzeitkraft (12 Stunden/Woche):

  • Bruttolohn: 12h × €14 × 4,33 = €727,44/Monat
  • Arbeitgeberanteil SV (~21%): €152,76
  • Gesamtkosten: ca. €880/Monat

Die Lohnnebenkosten sind bei Teilzeit also deutlich höher.

Tipps für langfristige Zusammenarbeit mit Aushilfen

Gute Aushilfen sind Gold wert. So baust du einen Pool auf.

Kontakte pflegen

Halte Kontakt zu bewährten Aushilfen, auch wenn du sie gerade nicht brauchst. Eine kurze Nachricht vor der nächsten Saison reicht oft.

Fair behandeln

Aushilfen, die sich wertgeschätzt fühlen, kommen gerne wieder. Zahle pünktlich, sei freundlich und anerkenne gute Arbeit.

Flexibilität bieten

Je flexibler du bei den Arbeitszeiten bist, desto eher findest du Leute. Gerade Studenten oder Eltern schätzen das sehr.

Aufstiegsmöglichkeiten zeigen

Wenn du eine Festanstellung anbieten kannst, kommuniziere das. Viele Aushilfen suchen langfristig etwas Festes.

Pool aufbauen

Führe eine Liste mit zuverlässigen Aushilfen, die du bei Bedarf kontaktieren kannst. So sparst du dir bei jedem Einsatz die erneute Suche.

Häufige Fragen zu Aushilfen für kleine Unternehmen

Wie kurzfristig kann ich Aushilfen finden?

Auf Plattformen wie Lokali oft innerhalb von 1-3 Tagen. Für sehr kurzfristige Einsätze ist jedoch ein eigener Aushilfen-Pool deutlich besser.

Muss ich Aushilfen auch bei nur einem Tag anmelden?

Ja, unbedingt. Jede Beschäftigung muss vor Arbeitsbeginn bei der ÖGK gemeldet werden – selbst bei einem einzigen Tag.

Wie viel sollte ich Aushilfen zahlen?

Mindestens den Kollektivvertragslohn deiner Branche. Für einfache Tätigkeiten sind €12-15/Stunde üblich, für qualifizierte Arbeiten entsprechend mehr.

Kann ich dieselbe Person mehrmals als Aushilfe beschäftigen?

Ja, durchaus. Solange die Beschäftigung korrekt angemeldet ist und die Bedingungen (Entgelt, Arbeitsrecht) eingehalten werden, ist das problemlos möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Aushilfe und Leiharbeiter?

Eine Aushilfe stellst du selbst an – du bist somit der Arbeitgeber. Bei Leiharbeit ist hingegen ein Personaldienstleister der Arbeitgeber, du zahlst lediglich die Rechnung.

Fazit: Aushilfen für kleine Unternehmen gezielt einsetzen

Aushilfen für kleine Unternehmen sind eine flexible und kostengünstige Lösung, um Arbeitsspitzen zu bewältigen. Mit der richtigen Strategie findest du schnell passende Helfer:

Definiere klar, wofür du Hilfe brauchst und wie lange. Wähle die passende Beschäftigungsform (meist geringfügig). Nutze die richtigen Kanäle wie Lokali, AMS oder Mundpropaganda. Erstelle eine klare Stellenanzeige. Behandle Aushilfen fair und baue einen Pool auf.

So hast du immer Unterstützung, wenn du sie brauchst – ohne die Fixkosten einer Festanstellung.

Du suchst Aushilfen für dein Unternehmen? Auf Lokali findest du flexible Helfer in deiner Region – mit Stellenanzeigen ab €39.99 oder im Business-Abo (€69.99/Monat) mit monatlicher Gratis-Stellenanzeige und professionellem Bewerbermanagement.

Mehr zum Thema Personalsuche findest du in unserem Artikel Mitarbeiter finden als kleiner Betrieb.

Zuletzt aktualisiert: Jänner 2026