Saisonkräfte finden in Österreich: Tipps für Tourismus und Gastronomie

Die Wintersaison steht vor der Tür, aber dir fehlt noch Personal? Saisonkräfte finden in Österreich ist für viele Betriebe in Tourismus und Gastronomie eine jährliche Herausforderung. Der Wettbewerb um gute Mitarbeiter ist hart, denn alle suchen gleichzeitig. In diesem Guide zeigen wir dir, wie du erfolgreich Saisonkräfte finden kannst in Österreich, was du bieten musst und welche Kanäle beim Saisonkräfte finden in Österreich wirklich funktionieren.

Warum Saisonkräfte finden in Österreich so schwierig ist

Der österreichische Tourismus boomt – doch genau das macht die Personalsuche so herausfordernd. Wer Saisonkräfte finden will in Österreich, steht vor besonderen Herausforderungen.

Die aktuelle Situation

Österreich hat zwei ausgeprägte Tourismus-Hochsaisonen: Winter (Dezember bis März) und Sommer (Juni bis September). In diesen Zeiten brauchen Hotels, Restaurants, Skilifte und Freizeitbetriebe massiv mehr Personal.

Die Zahlen sprechen für sich: Laut WKO fehlen in der Gastronomie und Hotellerie tausende Fachkräfte. Besonders gesucht sind Köche, Servicekräfte, Rezeptionisten und Zimmermädchen. Der Personalmangel hat sich seit 2020 nochmals verschärft.

Warum der Markt so angespannt ist

Alle suchen gleichzeitig – Wenn die Saison beginnt, inserieren hunderte Betriebe gleichzeitig. Die Konkurrenz ist enorm.

Weniger Bewerber aus dem Ausland – Traditionell kamen viele Saisonkräfte aus Osteuropa. Diese Quelle ist jedoch rückläufig, weil die Löhne in den Herkunftsländern gestiegen sind.

Schlechter Ruf der Branche – Lange Arbeitszeiten, geteilte Dienste und niedrige Löhne haben das Image beschädigt. Viele junge Menschen meiden deshalb die Branche.

Hohe Fluktuation – Saisonkräfte wechseln häufig den Arbeitgeber, wenn sie woanders bessere Bedingungen bekommen.

Um erfolgreich Saisonkräfte finden zu können in Österreich, musst du dich also von der Masse abheben.

Wann solltest du mit der Suche beginnen?

Timing ist entscheidend, wenn du Saisonkräfte finden willst in Österreich. Viele Betriebe scheitern nämlich nicht an mangelndem Budget, sondern am falschen Zeitpunkt.

Die optimalen Zeitpunkte

Für die Wintersaison (Start Dezember):

  • Erste Inserate: September
  • Intensive Suche: Oktober
  • Letzte Chance: November

Für die Sommersaison (Start Juni):

  • Erste Inserate: März
  • Intensive Suche: April
  • Letzte Chance: Mai

Warum früh starten wichtig ist

Gute Saisonkräfte planen voraus. Viele erfahrene Mitarbeiter haben bereits im Herbst ihren Winterjob fix – und umgekehrt. Wer zu spät sucht, bekommt nur noch den Rest.

Außerdem brauchst du Zeit für Bewerbungsgespräche (oft per Video), Vertragsverhandlungen, Organisation von Unterkunft und Anreise sowie Einarbeitung vor Saisonstart.

Wo findest du Saisonkräfte in Österreich?

Die richtigen Kanäle entscheiden über deinen Erfolg beim Saisonkräfte finden in Österreich. Dabei gibt es verschiedene Optionen für unterschiedliche Bedürfnisse.

Lokali – Regionale Helfer schnell finden

Auf Lokali erreichst du Menschen in deiner Region, die flexible Arbeit suchen. Viele Nutzer sind offen für Saisonjobs – besonders Studenten, Pensionisten oder Menschen zwischen zwei Jobs.

Mit dem Business-Abo (€69.99/Monat) bekommst du monatlich eine Gratis-Stellenanzeige, ein professionelles Firmenprofil mit Fotos deines Betriebs, ein Business-Dashboard zur Bewerberverwaltung sowie Teamzugang für mehrere Mitarbeiter.

Gerade für lokale Verstärkung – etwa Einheimische, die in der Saison dazuverdienen wollen – ist Lokali ideal.

AMS und EURES

Das AMS ist nach wie vor ein wichtiger Kanal für Saisonkräfte. Der eJob-Room ist kostenlos und erreicht viele Arbeitssuchende. Für internationale Kandidaten gibt es außerdem EURES, das europäische Jobportal.

Spezialisierte Jobportale

Für Tourismus und Gastronomie gibt es eigene Plattformen wie hogastjob.com, gastrojobs.at, hoteljob-oesterreich.de und rollingpin.com (für Köche).

Diese erreichen gezielt Branchenprofis, sind allerdings auch teurer.

Personalvermittler und Agenturen

Für größere Betriebe oder bei akutem Bedarf können Personalagenturen helfen. Sie übernehmen Suche, Vorauswahl und teilweise auch die Formalitäten. Dafür zahlst du eine Vermittlungsgebühr (oft ein Monatsgehalt).

Social Media und Mundpropaganda

Facebook-Gruppen für Saisonarbeit, Instagram-Posts und Empfehlungen von bestehenden Mitarbeitern funktionieren erstaunlich gut. Viele Saisonkräfte finden ihren nächsten Job über persönliche Kontakte.

Was musst du bieten, um Saisonkräfte zu finden?

Der Arbeitsmarkt hat sich gedreht. Heute bewerben sich nicht nur Kandidaten bei dir – du bewirbst dich auch bei ihnen. Deshalb ist es beim Saisonkräfte finden in Österreich entscheidend, attraktive Bedingungen zu bieten.

Faire Bezahlung

Der Kollektivvertrag ist das Minimum, keine Obergrenze. Betriebe, die nur KV zahlen, haben es schwer. Überzahlung von 10-20% ist in begehrten Positionen mittlerweile Standard.

Typische Stundenlöhne (Brutto, inkl. Überzahlung):

PositionStundenlohn
Servicekraft€12-15
Koch/Köchin€14-18
Rezeption€13-16
Zimmermädchen€12-14
Küchenhilfe€11-13

Trinkgeld und Sachbezüge (Unterkunft, Verpflegung) kommen oft dazu.

Unterkunft – oft entscheidend

Für Saisonkräfte von außerhalb ist die Unterkunft häufig das wichtigste Kriterium. Viele Bewerber fragen zuerst nach der Wohnsituation, dann nach dem Gehalt.

Was erwartet wird:

  • Einzelzimmer oder maximal Doppelzimmer
  • Eigenes Bad oder geteiltes Bad mit wenigen Personen
  • WLAN (unverzichtbar!)
  • Möglichkeit zur Selbstverpflegung

Mehrbettzimmer mit sechs Personen und Gemeinschaftsbad? Das akzeptieren heute nur noch wenige.

Arbeitszeiten und Freizeit

Geteilte Dienste sind unbeliebt. Wenn möglich, biete zusammenhängende Schichten an. Außerdem solltest du klare Dienstpläne mit ausreichend Vorlauf sowie mindestens einen freien Tag pro Woche garantieren.

Betriebe, die auch Freizeitmöglichkeiten betonen (Skipass, Wellnessnutzung, Ausflugsregion), punkten zusätzlich.

Wertschätzung und Teamkultur

Saisonkräfte wechseln oft, weil sie sich nicht wertgeschätzt fühlen. Ein gutes Arbeitsklima, respektvoller Umgang und Anerkennung kosten nichts, machen aber einen enormen Unterschied.

Die perfekte Stellenanzeige für Saisonkräfte

Wenn du erfolgreich Saisonkräfte finden willst in Österreich, brauchst du eine überzeugende Anzeige. Denn die Konkurrenz inseriert ebenfalls.

Was hineingehört

Klarer Titel – „Koch (m/w/d) für Wintersaison – Skihotel Saalbach“

Zeitraum – Wann genau? „Dezember 2026 bis Ende März 2027“

Aufgaben – Was genau wird gemacht?

Bezahlung – Konkret, nicht „nach KV“. Nenne Bruttolohn plus Zulagen.

Unterkunft – Beschreibe sie genau. Fotos sind ein Plus.

Benefits – Skipass, Verpflegung, Weiterbildung?

Dein Betrieb – Kurze Vorstellung, am besten mit Bildern.

Bewerbungsweg – So einfach wie möglich.

Beispiel einer guten Anzeige

Servicekraft (m/w/d) – Wintersaison im Skigebiet Obertauern

📍 4-Sterne-Hotel mit 80 Zimmern, direkt an der Piste 📅 1. Dezember 2026 – 15. April 2027

Deine Aufgaben:

  • Frühstücks- und Abendservice im Restaurant
  • Betreuung unserer Gäste
  • Mise en place und Nachbereitung

Das bieten wir:

  • €2.200 brutto/Monat bei 40h + Trinkgeld (ca. €200-400)
  • Einzelzimmer mit eigenem Bad und WLAN
  • Volle Verpflegung (3 Mahlzeiten)
  • Gratis Skipass für das gesamte Gebiet
  • 5-Tage-Woche mit fixem Dienstplan

Das bringst du mit:

  • Erfahrung im Service (mind. 1 Saison)
  • Freundlichkeit und Teamgeist
  • Deutsch, Englisch von Vorteil

Interesse? Kurze Bewerbung an jobs@beispielhotel.at – wir melden uns innerhalb von 48 Stunden!

Mehr Tipps findest du in unserem Artikel Die perfekte Stellenanzeige schreiben.

Saisonkräfte aus dem Ausland

Traditionell kommen viele Saisonkräfte aus anderen EU-Ländern. Das ist nach wie vor eine wichtige Option.

EU-Bürger

Für EU-Bürger brauchst du keine besonderen Genehmigungen. Sie können sofort arbeiten. Beliebte Herkunftsländer sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Kroatien und Polen.

Drittstaaten

Für Nicht-EU-Bürger ist es komplizierter. Du brauchst eine Beschäftigungsbewilligung vom AMS. Diese wird nur erteilt, wenn keine geeigneten EU-Bewerber verfügbar sind. Der Prozess dauert mehrere Wochen.

Tipps für internationale Rekrutierung

Früh beginnen – Internationale Kandidaten brauchen Vorlaufzeit für Kündigung, Umzug und Formalitäten.

Klar kommunizieren – Unterkunft, Anreise, Arbeitszeiten – alles schriftlich festhalten.

Kulturelle Unterschiede beachten – Andere Länder, andere Erwartungen. Offene Kommunikation hilft dabei.

Sprachkenntnisse prüfen – Je nach Position sind Deutschkenntnisse notwendig.

Saisonkräfte halten: So kommen sie wieder

Die besten Saisonkräfte sind jene, die jedes Jahr wiederkommen. Deshalb ist Mitarbeiterbindung entscheidend.

Während der Saison

Gute Einarbeitung – Die ersten Tage prägen den Gesamteindruck.

Regelmäßiges Feedback – Kurze Gespräche zeigen Wertschätzung.

Team-Events – Gemeinsame Aktivitäten schweißen zusammen.

Probleme ernst nehmen – Wer sich gehört fühlt, bleibt.

Nach der Saison

Positives Ende – Verabschiedung, Dank, eventuell ein kleines Geschenk.

Kontakt halten – Gelegentliche Nachricht, Weihnachtsgruß.

Früh für nächste Saison anfragen – Zeigt Interesse an langfristiger Zusammenarbeit.

Verbesserungen kommunizieren – „Nächste Saison haben wir XY verbessert“ zeigt Weiterentwicklung.

Rechtliches beim Saisonkräfte einstellen

Auch bei Saisonarbeit gelten klare Regeln.

Arbeitsvertrag

Saisonkräfte brauchen einen schriftlichen Arbeitsvertrag. Bei befristeten Verträgen muss das Ende klar definiert sein (Datum oder Ereignis wie „Ende der Wintersaison“).

Anmeldung

Vor Arbeitsbeginn bei der ÖGK anmelden – wie bei jeder Beschäftigung. Auch Unterkunft und Verpflegung als Sachbezug korrekt abrechnen.

Kollektivvertrag

Der Tourismus-KV oder Gastro-KV gilt. Das betrifft Mindestlohn, Zuschläge, Arbeitszeiten und Sonderzahlungen.

Arbeitszeit

Gerade in der Gastronomie gibt es Ausnahmen von den üblichen Arbeitszeitgrenzen. Informiere dich über die branchenspezifischen Regelungen.

Häufige Fragen zum Thema Saisonkräfte finden in Österreich

Wie lange im Voraus sollte ich Saisonkräfte suchen?

Mindestens 2-3 Monate vor Saisonstart, wenn du erfolgreich Saisonkräfte finden willst in Österreich. Für die Wintersaison also ab September, für die Sommersaison ab März. Erfahrene Saisonkräfte sind nämlich früh vergeben.

Was kostet eine Saisonkraft wirklich?

Rechne mit Bruttolohn plus ca. 30% Lohnnebenkosten. Dazu kommen eventuell Unterkunft, Verpflegung und Benefits. Eine Servicekraft kostet somit etwa €2.800-3.500/Monat all-inclusive.

Kann ich Saisonkräfte auch geringfügig beschäftigen?

Ja, für Teilzeitkräfte oder Aushilfen ist das möglich. Mehr dazu in unserem Artikel Geringfügig Beschäftigte einstellen.

Was, wenn eine Saisonkraft vorzeitig kündigt?

Die vereinbarten Kündigungsfristen gelten. Bei befristeten Verträgen ist vorzeitige Kündigung nur möglich, wenn vertraglich vereinbart. Praxistipp: Gute Behandlung verhindert frühzeitigen Abgang.

Wie finde ich Saisonkräfte für nächstes Jahr?

Halte Kontakt zu bewährten Mitarbeitern. Frag am Ende jeder Saison, ob sie wiederkommen wollen. Baue dir einen Pool auf, den du jedes Jahr kontaktierst.

Fazit: Saisonkräfte finden in Österreich erfordert Strategie

Der Wettbewerb um gute Saisonkräfte ist hart. Um erfolgreich Saisonkräfte finden zu können in Österreich, brauchst du einen klaren Plan:

Beginne früh mit der Suche – mindestens 2-3 Monate vor Saisonstart. Biete faire Bezahlung über dem Kollektivvertrag. Sorge für gute Unterkünfte und klare Arbeitsbedingungen. Nutze mehrere Kanäle: Lokali für regionale Helfer, spezialisierte Portale für Branchenprofis und AMS für breite Reichweite. Behandle deine Saisonkräfte gut, damit sie wiederkommen.

Mit der richtigen Strategie findest du nicht nur Personal für diese Saison, sondern baust dir einen Pool an zuverlässigen Mitarbeitern auf, die jedes Jahr gerne wiederkommen.

Du suchst Saisonkräfte für deinen Betrieb? Auf Lokali findest du flexible Helfer in deiner Region – mit Stellenanzeigen ab €39.99 oder im Business-Abo (€69.99/Monat) mit monatlicher Gratis-Stellenanzeige und professionellem Bewerbermanagement.

Mehr zum Thema Personal findest du in unserem Artikel Personal für Gastronomie finden.

Zuletzt aktualisiert: Jänner 2026